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Das Nasenpiercing wird in drei Kategorien unterteilt: Nasenflügel (Nostril), Nasenscheidewand (Septum) und Nasenwurzel.

Eine Unart der heutigen Zeit ist das „Schießen“ von Löchern. Rechtlich sind Ohrlochschußgeräte zum Einsatz an anderen Körperstellen, außer am Ohrläppchen, untersagt. Medizinisch sprechen diverse Gründe dafür:

1.Schußgeräte funktionieren wie Bolzenschußgeräte: mit hoher Geschwindigkeit wird ein Bolzen durch das Gewebe geschleudert. Dabei wird das Gewebe und sein Umfeld zerschmettert. Während sich “Weichgewebe“, wie z.B. am Ohrläppchen, regenerieren, nehmen „Festgewebe“, wie Knorpel oder Knochen, dauerhaften Schaden.

2.Der Verheilungsprozeß dauert wesentlich länger und die Infektionsgefahr steigt um das Mehrfache. Auch ohne Infektion regeneriert das Knorpelgewebe nicht zu seiner alten Form und Elastizität. Deformationen können die Folge sein.

3.Die Geräte lassen sich nicht sterilisieren. Dadurch können auch bei gewissenhafter Desinfektion Erreger übertragen werden. Hepatitis B - Infektionen durch Ohrlochschußgeräte gelten unterdessen als belegt!

4.Als Verheilschmuck können nur die Stecker für die Ohrläppchen verwendet werden. Diese sind aber für die Nase ungeeignet. Bei Schwellungen besteht für das Gewebe keine Möglichkeit, sich auszudehnen.

Bei uns werden grundsätzlich keine Schußgeräte verwendet.

An dem anatomischen Aufbau der Knorpel im Bild unten ist gut sichtbar, daß es sich beim Nasenflügel um einen eigenen Knorpel handelt. Dieses wird später bei Pflege, Komplikationen und Schmuckwechsel wichtig.