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Überdehnen

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Z

Zahnfleischschwund

Zahndrifting

Zahnwandern

Allergien

Viele Menschen haben heute Allergien. Reaktionen bei unbekannten Allergien kann man schlecht vorbeugen. Allergien, welche ihnen bekannt sind sollten sie aber schon im Vorfeld bekannt geben.

Interessanter sind aber indirekte allergene Prozesse. Eine Pflasterallergie kann auf ihr Tattoo oder Piercing ‘überspringen’. Auch wenn das Allergen nicht direkt in Berührung kommt, so zeigt sich häufig, daß es zu Entzündungen im Wundbereich kommt. Bedenken sie dieses bitte bei ihrer Pflege.

Kann vorkommen bei:

Desinfektionsmittel, Tattoofarbe, Pflaster

Ansichten

Im Laufe eines Lebens ändern sich viele Ansichten. Eine Liebe verblasst oder das soziale Umfeld ändert sich.

Bei einem Piercing ist es egal: du nimmst es heraus und gut ist. Bei einem Tattoo ist es anders! Für viel Geld kannst du es entfernen oder für viel Geld ein Cover-Up machen lassen. Letztere Methode ist billiger.

Wie auch immer: überlege dir gut was du dir tätowieren lassen willst!

Blow Out bei Tattoos

Als “blow out” wird das Verlaufen der Farbe unter der Haut bezeichnet. Es entsteht wenn der Tätowierer zu tief gestochen hat. Am deutlichsten an Linien zu sehen. Male einen Strich mit einem Filzstift aus ein nasses Blatt Papier. Den Effekt eines Blow out ist sehr deutlich zu erkennen.

Je nach Motiv lässt sich ein Blow out sehr gut korrigieren.

“BH-Streifen”

Tattoos, welche durch die Reibung der Kleidung verunstaltet werden. “BH-Streifen” deshalb, weil häufig Frauen mit einem Schulterblatttattoo betroffen sind: der Träger des BH scheuert über das frische Tattoo und “vernichtet” es.

Brustkrebs

Tattoos oder Piercings bewirken kein Krebs. Bei Verdacht auf einen Knoten in der Brust sollte aber nicht gepierct werden.

Dislokation

Trotz aller Bemühungen können Piercing “schief” werden.

Häufig kommt es bei Bindegewebsschwächen und Vernarbungen zu unterschiedlichem Zugverhalten der betroffenen Hautregionen.

Beim Bauchnabel spielen häufig die Schwangerschaftsnarben eine Rolle. Die Haut wird stark überdehnt. Und auch wenn keine äußerlichen Narben zu sehen sind, ist doch meistens die Unterhaut in Mitleidenschaft gezogen.

Andere haben eine angeborene Bindegewebsschwäche. Vielfach ist deren Piercing in nur einer Position gerade. Ändern sie die Körperhaltung, wirkt das Piercing plötzlich schief.

Narbengewebe hat keine Eigenelastizität. Somit bewegt es sich nur bedingt mit.

Kann vorkommen bei:

Augenbraue, Bauch, Brust, Surface, Zunge

Einwachsen von Schmuck

Bei frischen Piercings kann der Schmuck in die Haut einwachsen. Eine oder mehrere Faktoren sind hierfür verantwortlich:

    • der Schmuck ist zu klein bzw. zu kurz
    • die Schwellung ist massiver als durchschnittlich

In diesem Falle muss der Schmuck entfernt werden und durch längeren Schmuck erssetzt werden (am besten PTFE). Vorher sollte der Kanal mit einer desinfizierenden Lösung gesült werden (z.B. Betaisodona (CAVE: Jod)). Sollte das Piercing eitern mit H2O2 vorweg spülen.

Entzündungen

Jede Wunde kann sich grundsätzlich entzünden! Beim Piercing oder Tattoo handelt es sich ebenfalls um Wunden. Zwar sind sie recht oberflächlich, können aber bei schlechter Pflege zu ernsten Komplikationen führen.

Entzündungen erkennen sie an einer Schwellung der Region und am typischen “feuerrotem” Rand. In diesem Stadium handelt es sich um eine leichte Entzündung, mit welcher ihr Körper eigentlich alleine fertig wird. Jeder, welcher von einer Katze gekratzt wurde, kennt sie. Unser Körper versucht schädliche Fremdstoffe mit Hilfe des Immunsystems zu vernichten.

In unserem Falle wollen wir aber etwas im Körper behalten: die Farbe oder den Schmuck! Beides stellt keine Gefahr für den Körper dar, aber sie dienen als Eintrittspforte für Erreger. Siedeln sie sich an, kommt es zur Entzündung.

Mit einer guten Pflege lässt sich dies vermeiden. Kommt es dennoch dazu, können sie wie folgt vorgehen:

Bei einer leichten Entzündung können sie mit einer Jodsalbe entgegen wirken.

Beginnt die Wunde zu eitern, muß diese gereinigt und antibiotisch behandelt werden. Diese Tätigkeit unterliegt in Deutschland den Ärzten.

In der heutigen Zeit muß kein Piercing mehr wegen einer Entzündung entfernt werden.

Wende dich erst an deinen PiercerIn oder TätowiererIn. Erscheint er/sie dir nicht ausreichend kompetent wende dich an deinen Arzt.

Bei Piercing: Der Arzt darf dir keinen Schmuck verkaufen oder andere Quellen nennen. Besorge dir vorher folgendes: steriler Schmuck entsprechend deinem Piercing. Titan oder noch besser PTFE ist Bedingung. Er sollte mindestens 4 mm länger sein, als dein alter Schmuck. Hast du die Möglichkeit, wähle immer PTFE!!!

 Sollte dir dein Arzt auch nicht kompetent erscheinen, verweise ihn an diese Homepage und der Rubrik “für Ärzte”.

Erfrierungen

Zu Erfrierungen bei Piercings kann es nur dann kommen, wenn die das Piercing ummantelnde Haut zu dünn wird. Also wenn das Piercing herauswächst oder z.B. das Ohrläppchen stark aufgedehnt ist. (s. Verdünnung)

Zu Erfrierungen kann es auch durch das Vereisungsspray kommen, wenn es zu dicht oder zu lange auf die Haut gerichtet wird ( minus 50°C ! ). Die Symptome gleichen einer Verbrennung. Auch bei bester Sorgfalt können kleinere Hautdefekte nicht ausgeschlossen werden. Verschiedene Hauttypen reagieren unterschiedlich empfindlich.

Kann vorkommen bei:

Ohrläppchen

Fehler, allgemein

Diese Rubrik ist nicht nur für Kunden, sondern auch für Tattoo- und Piercinganfänger gedacht. Es ist keine “Gebrauchsanweisung” !!!

Oberflächlich:

    Das Piercing wird nicht tief genug gestochen!

    Einige behaupten, daß dies der Grund zum Herauswachsen sei. Einen Beleg hierfür gibt es aber nicht. Was aber als gesichert gilt:

    Bei Infektionen kommt es häufiger zu Eiterungen mit Verlust des Schmuckes.

    Bei Intimpiercings kommt es zu ernsten und schmerzhaften Verletzungen.

Gier: Gier bezeichnet die Eigenschaft, etwas um jeden Preis vor allem anderen haben zu wollen.

    Beide Seiten können von der Gier befallen sein: Anbieter und Kunde!

    Verzichte darauf, ein Tattoo oder Piercing um jeden Preis zu wollen! Wenn seriöse Läden dich ablehnen haben sie ihren Grund oder Prinzipien dafür und wissen weshalb.

    Das gleiche gilt für PiercerInnen oder TätowiererInnen: macht nichts, was ihr nicht könnt! Zumindest informiert eure Kunden darüber!

    (Neues oder zum Testen der Farbe machen wir immer kostenlos und mit dem Einverständnis der Kunden - und wir fahren gut damit.)

Käseschneider:

    Bei den Käseschneidern handelt es sich um zu dünnen Schmuck.

    Obwohl sie bei der Plazierung so gut sind wie “normale” Piercings, können sie eine böse Eigenschaft haben: sie “schneiden” sich durch die Haut und fallen heraus.

    Besonders gefürchtet sind sie bei Intmpiercings: beim Geschlechtsverkehr schneidet sich der Schmuck im Laufe der Zeit heraus. Alles unter 2 mm Stärke ist Unsinn.

    In der SM-Szene sollte Schmuck nicht unter 2,4 mm verwendet werden - auch beim Brustschmuck!

Sicherheitsnadeln:

    Manchmal ein guter Joke. Piercen mit Sicherheitsnadeln ist aber Tabu! Einen Tag oder Abend eine solche Nadel zu tragen ist ok. Über einen längeren Zeitraum schrupft der Stichkanal und du bekommst nur noch Schmuck von max. 1mm plaziert.

    Sicherheitsnadeln sind Chrom-, Nickel- und Kobaldhaltig.

    Solltest du dennoch solch ein Outfit begehren, lass es uns wissen. Um eine Sonderanfertigung in Titan und deine Stärke kümmern wir uns.

falsche Platzierung:

    Einige Piercings können kombiniert werden. Das Bekannteste ist das ‘Industrial’. Es handelt sich um zwei Cartilage-Piercings, welche mit nur einem Stab verbunden werden. Passen die Stichkanäle nicht zueinander, kommt es zu Komplikationen wie Knorpelschwund und/oder Infektionen.

    Kann vorkommen bei:

    Cartilage/Cartilage, Bauch/Bauch, PA/Apadravya, Hood/Isabella usw. ; Ohrmuschel

zu kleine Ringe:

    Zu kleine Ringe wirken häufig wie zu dünne Ringe. Obwohl bei den meisten Piercings heute keine Ringe zu Anfang eingesetzt werden, kommt dieses immer wieder vor - auch auf Wunsch der Kunden. (s. a. “Käseschneider” und “Herauswachsen”)

    Die Formel zum Berechnen des Ringdurchmessers lautet 4X / p. Dabei ist X=Länge des Stichkanals.

Ohrstecker:

    Ohrstecker gehören ins Ohrläppchen und nicht woanders hin!!! Mehr gibt es hier nicht zu sagen!

Fetischpraktiken

Der Begriff “Fetisch” wird hier im Allgemeinen benutzt. Er bezieht sich nicht auf eine spezielle Gruppierung oder im Sinne einer sexuellen Abhängigkeit. Aus diesem Grunde haben wir uns für Stichwörter entschieden.  Das Piercing sollte aber in jedem Fall verheilt sein. JedeR möge sich das Interessante heraussuchen.

Analverkehr:

    Die Schmuckstärke bei Intimpiercing/männlich sollte mindestens 2,4 mm betragen. Beim erstem Mal ist es ratsam ein Kondom zu benutzen.

Brusttorture:

    Spielt hier nur eine Rolle, wenn am Schmuck gezogen wird. Dann sollte der Schmuck mind. 2 mm betragen. (s.a. Nippelstretching)

Gewichte:

    Das Anhängen von Gewichten an Piercingschmuck sollte erst ab 2 - 2,4 mm Stärke geschehen. Beginnen sie mit leichten Gewichten und steigern sie langsam. Bei zu großen Gewichten oder zu dünnem Schmuck reißen sie den Schmuck heraus. Durch die Gewichte wird der Stichkanal nur einseitig aufgedehnt. Dehnen sie rechtzeitig mit einem Dehnungsstab, sonst laufen sie Gefahr einer Verdünnung (s.d.)

Nippelstretching:

    Erweitern sie ihre Nippel langsam um 1 - 2 mm pro Woche. Starker Schmuck ab 2 mm ist empfehlenswert. Lassen sie ihren Nippel Zeit zum wachsen und legen sie immer wieder Dehnungspausen ein!

Vakuum- oder Soggeräte:

    Es spricht nichts gegen ihren Einsatz. Achten sie aber darauf, das ihr Schmuck groß bzw. lang genug ist.

Elektrospiele:

    Titanschmuck ist gar nicht bzw. schwach leitend. Ausprobieren. Medizinischer Edelstahl ist dagegen gut leitent. Vorsicht, sonst ‘braten’ sie ihren PartnerIn !!!

Feuer-/Hitzespiele:

    Für Wärme gilt dasselbe wie für Strom.

Geschmacksveränderung

Bei einem normalen Zungenpiercing kommt es zu keiner Geschmacksveränderung. Bei risikoreichen Zungenpiercings mit Nervenbeteidigung kann der Geschmackssinn diesser Region abschwächen oder ganz ausfallen.

Zu Geschmacksverschiebungen kommt es auch Silberschmuck. Diesen sollte man meiden.

Bei Amalganfüllungen ist von (med.) Stahlprodukten abzuraten. In einem sollchen Falle empfehlen wir Gold bzw. Weißgold, da es nur eine schwache Ionisierung mit anderen Metallen hervorbringt.

Hämatom (Bluterguß)

Piercing:

    Bei Verletzungen kleinerer Gefäße kann es zu Sickerblutungen kommen. Das Blut sackt in das umliegende Gewebe und verteilt sich dort. Abgesehen von der klassischen Blaufärbung besteht aber keine Gefahr.

    Nur wenn es zu einem ‘Blutklumpen’ kommt, welcher deutlich als Kugel oder Ei zu tasten ist, können Komplikationen entstehen. Je nach Körperregion kann dieser auf einen Nerv drücken und diesen ‘lahmlegen’ (Kompressionslähmung) oder sich abkapseln, d.h. sich nicht auflösen. Dann muß das Hämatom durch einen Arzt operativ entfernt werden (Hämatomausräumung).

    Kann vorkommen bei:

    Augenbraue, Intimpiercing, Surface

Tattoo:

    Unsere Haut ist unterschiedlich dick. An einigen Körperregionen treten Venen stark hervor. Ist die Haut hier auch noch dünn, kann durchaus die Vene verletzt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist aber gering.

    Kann vorkommen bei:

    Alle Körperregionen, welche oberflächliche Venen haben. Speziell Unterarme und -schenkel,

Haarwuchs (unnatürlicher)

Einige Leute berichten über einen unnätürlichen Haarwuchs an den Piercings. Dieses betrifft in erster Linie jene Piercing, welche sich in Regionen mit (natürlichen) starkem Haarwuchs befinden.

Da die Haut bei Piercings in den Stichkanal hineinwächst, werden auch für diese Region spezifischen Eigenschaften übertragen. Hierzu gehören auch die Anzahl und Dichte der Haarbälgen.

Kann vorkommen bei:

Augenbraue, Bauchnabel, Lippe, Surface

Herauswachsen

Was dazu führt, daß Schmuck herauswächst, ist bis jetzt nicht erforscht. Sicher ist nur:

  1. Es kommt zu keinerlei Entzündung.
  2. Der Schmuck “wandert” nach vorne.
  3. Wird der Schmuck rechtzeitig entfernt, kommt es zu keiner bis geringer Narbenbildung.
  4. Wächst der Schmuck an einer Körperstelle heraus, so kann er dennoch an anderen Körperstellen “verweilen”.
  5. Dieses Phänomen kann erst nach Jahren des Piercings auftreten.
  6. Auch nach mehrmaligem Herauswachsen, “verweilt” der Schmuck plötzlich.

Auch in Piercerkreisen gibt es nur Hypothesen über die Entstehung! Unterdessen ist bekannt, daß ein “zu flach”, “zu tief” oder “zu eng” nicht die Auslöser sind.

Therapie: Nimm den Schmuck heraus, bevor er von alleine herausfällt. Der Stichkanal verheilt ganz natürlich.

Fällt der Schmuck von sich aus heraus, kommt es zu einer Narbenbildung.

Kann vorkommen bei:

Augenbraue, Bauchnabel, Nippel, Ohr - Cartilage, Surface, Intimpiercing

Keloide

Keloide sind den meisten bekannt als “wildes Fleisch”. Es handelt sich hierbei um Wulstnarben, genauer Bindegewebswucherungen im Bereich der Narbenbildung.

Diese Komplikation tritt infolge persönlicher und ethnischer Vorbelastung auf.

Sympthome: schmerzlose Bildung eines derben Gewebes, häufig in runder, eiförmiger Gestalt.

Therapie: Maßnahmen kann hier nur ein Arzt einleiten.

Sind Vorfälle dieser Art bei dir bekannt, solltest du auf ein Piercing lieber verzichten.

Kann vorkommen bei:

Augenbraue, Bauchnabel, Brust, Intim, Lippe, Nase, Ohr - Cartilage, Ohrläppchen, Surface, Zunge und beim Nippelstretching

Knorpelkollaps

Viele unserer knorpeligen Organe wir Ohr oder Nase bestehen aus mehreren Knorpeln. Kommt es zu einer Infektion, welche zwischen zwei Knorpeln liegt, können diese schnell und unwiederbringlich zerstört werden.

Eine eitrige Entzündung im Bereich der Knorpel gehört in die Hände eines Arztes. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit, in welcher der Knorpel zerstört wird (1 - 2 Tage), solltest du schnell handeln. Im Zweifelsfall ein Krankenhaus aufsuchen.

Kann vorkommen bei:

Nase, Ohr - Cartilage

Kreislaufkollaps

Beim Kreislaufkollaps sackt der Blutdruck so stark ab, dass das Gehirn nicht mehr genügend durchblutet wird. Die Folge ist eine Ohnmacht.

Diese Phänomen tritt erst einige Minuten nach dem Piercing auf, selten unter Tätowierungen. Meistens handelt es sich um recht junge Leute (16-18 Jahre). Ein großer Teil hat am Piercingtag noch nichts gegessen.

Personen mit einem niedrigen Blutdruck sind gefährdeter als andere. Ebenso sind Männer beim Brustpiercing betroffen. Hier kommt es häufig zu Kreislaufproblemen bis zum Kollaps.

So bedrohlich dieses aussehen mag, ist es doch recht harmlos. Die Person wird sofort hingelegt und die Beine nach oben gehalten. Nach wenigen Sekunden ‘erwacht’ das “Opfer” wieder. Wenn möglich ist eine Schräglage zu bevorzugen, wobei der Kopf nach unten zeigt.

Sobald das Gehirn wieder genügend durchblutet ist, erwacht die Person. Eine Wiederholung ist selten.

Am Tag vor dem Piecing oder der Tatöwierung solltest du auf Drogen (inkl. Alkohol) verzichten. Schlafe dich richtig aus und iss am Piercing- oder Tattootag normal und ausreichend.

Kann vorkommen bei:

Bauchnabel, Brust, Intim, Surface

Kundenschutz

Jeder PiercerIn oder TätowiererIn ist verpflichtet das Wohlergehen und die Gesundheit seiner/ihrer Kunden über seine/ihre Arbeit zu stellen. Was bedeutet dieses?

Viele Komplikationen lassen sich erst recht spät erkennen!

  • Erst beim Tätowieren kann entschieden werden, wie gut deine Haut die Farbe wirklich aufnimmt.
  • Erst nach dem Tattoo zeigen sich Unverträglichkeiten.
  • Der Kreislauf nach dem Piercing ist doch nicht so stabil wie gedacht.
  • Blutungen sind doch heftiger als erwartet.

Als dies kann geschehen!

Gute TätowiererInnen oder PiercerInnen kalkulieren dies ein!

Ein “Das machen wir mal eben.” gibt es nicht.

Wirst du für diesen Tag mal abgelehnt, hat der Verantwortliche seinen guten Grund:

 Er/Sie ist verantwortlich für dich!

Ebenfalls werden keine Aktionen durchgeführt, welche dich in deiner Gesundheit gefährden.

Mastitis (Brustdrüsenentzündung)

Bei der Mastitis handelt es sich um eine Entzündung der Brustdrüse. Die Brustdrüse selbst stellt die Muttermilch her und ist mehr oder minder gleich groß, unabhängig der Brustgröße (Über die Brustgröße entscheidet nicht das Drüsen-, sondern Fettgewebe!)

Bei einer Infektion können die Erreger bis zur Brustdrüse vordringen und hier zu einer Infektion führen.

Sympthome: Schmerzen, Fieber, Rötung, Kontaktschmerz

Therapie: Arzt oder Krankenhaus !!!

Kann vorkommen bei:

Brust -weiblich

Melanom (Hautkrebs)

Obwohl der Hautkrebs keine Folge von Piercings und Tattoos darstellt, gehört er doch zu den Erscheinungen, auf welche auch PiercerInnen und TätowiererInnen zu achten haben.

Anstatt einen langen Monolog ein link zu den Profis:

www.unserehaut.de

Parodontose

Im Laufe der Zeit kann ein Piercing derart auf das Zahnfleisch drücken, dass sich dieses zurückzieht. Im Zweifelsfalle muss das Piercing entfernt werden.

Bemerkst du Entzündungen des Zahnfleisches (Parodontitis) oder ein Zahnfleischschwund (Parodontose) wende dich an einen PiercerIn. Er/Sie kann entscheiden, ob der Schmuck ausgetauscht oder entfernt werden muß. Die letztendliche Entscheidung liegt bei dir.

Bist du dir nicht sicher bei der Beurteilung, suche einen anderen PiercerIn auf.

Kann vorkommen bei:

Lippe, Lippenband

Partnerschaft

In jeder Partnerschaft gibt es etwas, was der eine mag, der andere aber nicht. Desgleichen zählt auch für Piercings und Tattoos. Und es zählt für die Gegenwart und Zukunft!

Findest du ein Piercing erotisch, muss es der PartnerIn noch lange nicht so sehen (Gegenwart). Und selbst wenn: einE zukünftigeR PartnerIn mag es vielleicht doch nicht.

Weitaus schwieriger wird es, wenn nicht du, sondern deinE PartnerIn das Piercing oder Tattoo an dir möchte. Widerstrebt es dir, solltest du es lassen und nicht aus Gefälligkeit einwilligen. Wer weiß: vielleicht kommt einE AndereR und du bereust deinen Liebesbeweis. ;)

schlechte Tattoos

Schlechte Tattoos können viele Gründe haben:

  1. Dein Tätowierer hat versagt.
  2. Das Motiv ist Müll.
  3. Du hast dich nicht an die Nachsorge gehalten und es ist fleckig oder hat sich gar entzündet.

Guten Tätowierern unterläuft der erste Fehler nicht, aber auch sie können eine schlechte Minute haben. Nach 8 bis 10 Stunden bist du auch nicht mehr auf der Höhe ;) (s. Gier)

Über das Motiv entscheidest du! Gute Studios hacken dir aber bestimmt keine Müllmotive in die Haut. (s. Kundenschutz)

Wenn du dich nicht daran hälst, was dir der Tätowierer sagt, bist du selbst schuld.

Schwellung

In den ersten Tagen kommt es zu einer Wundschwellung. Sie bildet sich innerhalb der ersten drei Tage und ist in der Regel minimal.

Eine Ausnahme bildet die Zunge. Je nach Veranlagung kann die Schwellung massiv werden und über mehrere Wochen andauern.

Talgablagerungen

Bei jedem Piercing wächst die Aussenhaut nach innen und kleidet den Stichkanal aus. Die hautspezifischen Eigenschaften werden dabei übernommen. Damit auch die Haarfollikel mit ihren Talgdrüsen. Kann der Talg durch das Piercing nicht abfließen, sammelt er sich an und führt zu einem unangenehmen Druckschmerz. Talgablagerungen können mit oder ohne Entzündung einhergehen.

Nehme den Schmuck heraus und drücke den Talg heraus. Setze den Schmuck wieder ein. (s.a. Pflege von verheilten Piercings)

Überdehnung

Fast alle Piercings lassen sich auf größere Schmuckstärken aufdehnen. Geschieht dieses zu schnell oder das Gewebe wird übermäßig strapaziert, kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen.

Ein Piercing im Knorpelgewebe kann nicht gedehnt werden! Das Knorpelgewebe gibt nicht nach, sondern stirbt durch den Druck ab. Infolge kommt es zu Nekrosen und Entzündungen. (s. Knorpelkollaps)

Blowout:

    Blowouts sind Folgen einer (zu schnellen) Überdehnung des Gewebes. Der Stichkanal bricht hierbei an einer Seite aus und es bildet sich ein Wulst.

    Therapie: Gehe auf deine vorherige Schmuckstärke zurück, evtl. sogar eine Stärke niedriger. Belasse diesen, bis sich das Gewebe wieder zurück gezogen hat.

    Belässt du den Schmuck, verheilt das Piercing normal. Der Wulst bleibt aber in der Regel für immer bestehen.

Verdünnung/Spaltung (Ausreisser):

    Ein Piercing wird so stark gedehnt, daß die umliegende Haut teilweise recht dünn ist. Dieser Bereich kann in Folge der schlechten Versorgung des Gewebes weiter ausdünnen und schließlich reißen. Weiterhin besteht die Gefahr einer Erfrierung des dünnen Gewebes.

    Therapie: Eine Schmuckstärke wählen, bei welcher auch am geringsten Abstand noch genügend Gewebe verbleibt.

Einreissen:

    Ein zu gewaltsames Aufdehnen führt zum Einreissen des Stichkanals. Abgesehen von der neuen, frischen Wunde, wird ein Aufdehnen nach der Abheilung schwieriger, da dieses Gewebe vernarbt.

    Therapie: ausheilen lassen und auf ein Stretching verzichten.

Zahndriften

Beim Lippenpiercing mit Ringen kann der Ring unglücklich zwischen zwei Zähnen drücken, welche daraufhin “Platz schaffen”. Im Laufe der Jahre bildet sich eine Zahnlücke .

Alternativ könntest du in diesem Falle einen D-Ring tragen.

Kann vorkommen bei:

Lippenpiercing